Belgien bei der WM 2026 — Die letzte Chance der goldenen Generation?

Belgiens Nationalmannschaft mit De Bruyne bei der Fußball-WM 2026

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Belgien war einmal die Nummer eins der FIFA-Weltrangliste — ein kleines Land zwischen Frankreich und den Niederlanden, das plötzlich die besten Fußballer Europas hervorbrachte und den Kontinent das Fürchten lehrte. Das war 2018, das war 2019, und seitdem ist es stiller geworden um die Roten Teufel. Die WM 2022 in Katar endete mit einem demütigenden Vorrunden-Aus, die EM 2024 mit einer Niederlage im Achtelfinale gegen Frankreich. Die goldene Generation — Hazard, Lukaku, De Bruyne, Courtois — ist gealtert, dezimiert, und in Teilen bereits zurückgetreten. Was bei der WM 2026 in Nordamerika bleibt, ist eine Mannschaft im Umbruch, die zwischen den Überresten einer glorreichen Vergangenheit und den Versprechen einer unsicheren Zukunft balanciert. Für Wettende ist Belgien eine der schwierigsten Einschätzungen der WM 2026 — ein Team, das auf dem Papier immer noch stark aussieht, aber dessen innere Dynamik Fragezeichen aufwirft, die kein Statistikmodell vollständig erfassen kann.

De Bruyne, Doku und der Umbruch — Belgiens Kader

Kevin De Bruyne ist das letzte Relikt der goldenen Generation, das bei der WM 2026 noch auf höchstem Niveau spielen kann — und gleichzeitig das größte Fragezeichen des belgischen Kaders. Bei Manchester City ist De Bruyne nach wie vor einer der besten Mittelfeldspieler der Welt, wenn er fit ist. Doch die Verletzungen häufen sich, die Pausen werden länger, und die Frage, ob sein Körper ein WM-Turnier mit bis zu sieben Spielen in 30 Tagen übersteht, ist berechtigt und für den Wettmarkt hochrelevant. De Bruyne fit und motiviert — Belgien ist ein Viertelfinal-Kandidat. De Bruyne verletzt oder mit angezogener Handbremse — Belgien kämpft um das Achtelfinale. In meiner Wettanalyse ist De Bruynes Fitness-Status der wichtigste Einzelfaktor für die belgischen Quoten, noch vor der Taktik oder der Gruppenauslosung.

Jérémy Doku bringt die Frische, die der belgische Kader dringend braucht. Der schnelle Flügelspieler hat sich bei Manchester City unter Guardiola weiterentwickelt und spielt eine Rolle, die Belgiens Offensive eine neue Dimension verleiht: seine Dribblings entlang der Seitenlinie, seine Geschwindigkeit in den Raum hinter die Abwehr und seine zunehmende Torgefahr machen ihn zum aufregendsten belgischen Spieler der neuen Generation. Neben Doku hat sich Loïs Openda als Sturmspitze etabliert — sein Instinkt im Strafraum und seine Dynamik im Pressing passen zum modernen Fußball und geben Belgien eine offensive Alternative, die weniger auf Einzelaktionen und mehr auf kollektive Bewegung setzt als in der Ära Lukaku.

Im Mittelfeld bieten Amadou Onana und Youri Tielemans die Mischung aus Physis und Spielintelligenz, die das belgische Zentrum zusammenhält. Onanas Zweikampfstärke und seine Fähigkeit, den Ball unter Druck nach vorne zu tragen, erinnern an die besten Zeiten von Marouane Fellaini — nur mit besserer Technik und mehr taktischem Verständnis. Im Tor steht Thibaut Courtois, der trotz seiner schweren Knieverletzung den Weg zurück auf höchstes Niveau gefunden hat und dessen Erfahrung in K.o.-Spielen ein Vorteil ist, den junge Torhüter nicht bieten können. Die Defensive ist der Bereich, der am meisten unter dem Generationswechsel gelitten hat — die Innenverteidigung, einst mit Kompany, Alderweireld und Vertonghen erstklassig besetzt, sucht noch nach einer neuen Identität und stabilen Partnerschaften.

Gruppe G — Iran, Ägypten und Neuseeland

Die Gruppe G ist auf dem Papier eine der leichteren Gruppen der WM 2026 — und genau darin liegt die Gefahr. Belgien geht als klarer Favorit in diese Gruppe, aber die WM 2022 hat gezeigt, dass Favoritenrollen in der Gruppenphase nichts zählen, wenn die Einstellung nicht stimmt. Iran hat bei der WM 2022 England 6:2 verloren, aber gegen Wales gewonnen — ein Team mit enormer Mentalität und defensiver Organisation, das in der Lage ist, ein Spiel lang zu leiden und dann im richtigen Moment zuzuschlagen. Die iranische Fanbasis in den USA ist groß und lautstark, was den Spielen gegen Iran eine besondere Atmosphäre verleihen wird.

Ägypten bringt die Leidenschaft einer der größten Fußballnationen Afrikas mit und hat mit Mohamed Salah — falls er noch im Kader steht — einen Weltklassespieler, der einzelne Spiele entscheiden kann. Salahs Geschwindigkeit und seine Abschlussstärke sind auf dem Niveau der besten Stürmer der Welt, und sein alleiniges Vorhandensein im Kader verschiebt die Quoten. Neuseeland ist der Außenseiter der Gruppe und der nominell schwächste Gegner, aber die All Whites haben sich über die ozeanische Qualifikation und den interkontinentalen Play-off einen Traum erfüllt, der die gesamte Nation beflügelt.

Meine Prognose: Belgien wird die Gruppe gewinnen, mit sieben bis neun Punkten. Iran und Ägypten werden um den zweiten Platz kämpfen, und das Spiel Iran gegen Ägypten wird ein emotionales Duell, das den Wettmarkt elektrisieren wird. Für Belgien ist der Gruppensieg bei 1.40 bis 1.50 fair bepreist — die Wahrscheinlichkeit liegt bei rund 65 Prozent, und ich sehe keinen besonderen Value in diesem Markt. Interessanter sind die Einzelspiele: Belgien gegen Iran bei einer Quote von 1.55 auf Belgien und 6.00 auf Iran bietet für mutige Wettende spekulatives Potenzial, da Iran bei Weltmeisterschaften für Überraschungen bekannt ist.

Wettquoten Belgien — Zwischen Talent und Enttäuschung

Belgiens Titelquoten liegen bei 20.00 bis 35.00 — ein deutlicher Rückgang gegenüber der Ära, als Belgien mit Quoten unter 10.00 zu den Topfavoriten gehörte. Der Markt hat den Umbruch erkannt und die Quoten nach oben angepasst. Mein Modell gibt Belgien eine Titelwahrscheinlichkeit von etwa 3 Prozent, was bei einer Quote von 35.00 einen leichten Value ergeben könnte — vorausgesetzt, De Bruyne ist fit und die Defensive findet zu einer stabilen Formation. Bei einer Quote von 20.00 sehe ich keinen Value und rate von der Outright-Wette ab.

Die attraktiveren Märkte liegen in der Gruppenphase: Belgien Gruppensieger bei 1.45, Über 2.5 Tore in Spielen gegen Neuseeland und Ägypten, und De Bruyne als Torschütze in Einzelspielen — seine Fernschussqualität und seine Freistoß-Gefährlichkeit machen ihn zu einem statistisch unterbewerteten Kandidaten in den Torschützenmärkten. Wer nach einem spekulativen Langschuss sucht, könnte Doku als belgischer Top-Torschütze bei einer Quote von 8.00 bis 10.00 interessant finden — seine steigende Torgefahr bei Manchester City deutet darauf hin, dass er bei der WM 2026 mehr Tore erzielen wird als in vergangenen Turnieren.

Wie weit kommt Belgien?

Belgien wird die Gruppenphase überstehen — die Qualität des Kaders reicht dafür auch im Umbruch aus. In der Round of 32 gegen einen starken Gruppenzweiten oder -dritten wird es enger, und ab dem Viertelfinale sehe ich für die Roten Teufel die Endstation, wenn sie auf einen Topfavoriten treffen. De Bruyne allein kann ein Spiel entscheiden, aber nicht ein ganzes Turnier tragen — dafür braucht er ein Kollektiv, das bei der WM 2026 erst noch beweisen muss, dass es ohne die Sterne der Vergangenheit funktioniert. Mein Urteil: Achtelfinale als realistisches Ziel, Viertelfinale als Erfolg, und ein Halbfinale wäre eine Sensation, die die Quoten von 20.00 oder höher rechtfertigen würde. Die Übersicht aller WM-Teams zeigt, dass Belgien trotz des Umbruchs zu den zwanzig stärksten Mannschaften des Turniers gehört — aber nicht mehr zu den zehn besten.

Ist Belgien noch ein WM-Favorit 2026?

Belgien gehört bei der WM 2026 nicht mehr zu den Topfavoriten, sondern zum erweiterten Kreis der Titelkandidaten. Die Quoten liegen bei 20.00 bis 35.00. Der Generationswechsel und De Bruynes Verletzungsanfälligkeit sind die größten Risikofaktoren.

In welcher Gruppe spielt Belgien bei der WM 2026?

Belgien trifft in Gruppe G auf Iran, Ägypten und Neuseeland. Belgien gilt als klarer Gruppenfavorit, aber Iran und Ägypten mit Salah sind nicht zu unterschätzen.